Die Honigbiene
Für die Imkerei wird meist die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) eingesetzt. Wie u.a. einige andere Bienenarten ist auch die Westliche Honigbiene ein staatenbildendes Fluginsekt.
Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst Europa, Afrika und Vorderasien. Sie wird hauptsächlich zur Honigproduktion gehalten, wobei ihre Rolle als wichtiger Bestäuber von Nutzpflanzen nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch bedeutsam für die Landwirtschaft ist.
Der Unterricht ist für verschiedene Klassenstufen konzipiert und an das entsprechende Leistungsvermögen angepasst.
Die Honigbiene ist die einzige einheimische Bienenart, die als Volk überwintert. Die Imker halten heute die Bienen in Magazinbeuten, in denen die Waben aus Wachs in festen Holzrahmen eingebaut sind. In der Natur suchen die Bienen für ihren Staat einen Hohlraum. Die Waben, werden von den Bienen an der Decke des Bienenstocks befestigt. Sie dienen sowohl der Aufzucht der Brut als auch dem Speichern von Pollen und Honig. Erst diese Vorratshaltung befähigt den Bienenstaat, Schlechtwetterperioden und den Winter zu überstehen. Darüber hinaus sind die Bienen in der Lage, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit im Stock zu regulieren.
STRUKTURIERUNG DES BIENENVOLKES
Pro Bienenvolk gibt es eine Königin. Sie sorgt durch das Legen von Eiern für die Nachkommenschaft und lebt am längsten. Die Arbeiterinnen – im Sommer bis zu 50.000 in einem Bienenstock - verrichten in verschiedenen Arbeitsbereichen unterschiedliche Aufgaben. Sie versorgen im Laufe ihres Lebens die Brut mit Nahrung, sammeln Nektar sowie Pollen, bauen Waben und sichern den Staat. Die männlichen Bienen, die Drohnen, sind für die Begattung der im Sommer ausfliegenden Jungköniginnen zuständig.
BEDEUTUNG DER BIENEN IN DER NATUR UND FÜR DEN MENSCHEN
Als Bestäuber von Pflanzen erfüllen Bienen eine wichtige Rolle. Sie selbst ernähren sich und ihre Larven von Honig und Blütenpollen. Den Blütennektar wandeln sie um und lagern ihn als Honig in den Waben ihrer Stöcke ein. Während Bienen den Nektar aufnehmen, verfangen sich in ihrer Behaarung Blütenpollen. Diese dienen der Befruchtung der nächsten angeflogenen Blüte. Übrig gebliebene Blütenpollen werden gesammelt und in den Stock getragen. Für ein Kilogramm Blütenhonig müssen die Bienen 2 bis 3 kg Nektar sammeln. Dafür sind 150.000 „Trachtenflüge" (Sammelflüge) notwendig. Dabei werden 3 bis 5 Millionen Blüten besucht und 150.000 km zurückgelegt. Das entspricht dem 3,5-fachen des Erdumfanges. Bei guter Tracht kann ein Bienenvolk diese Leistung an einem Tag vollbringen.
KOMMUNIKATION
Diese Leistung kann nur durch ein effektives Kommunikationssystem erbracht werden. Kundschafterinnen halten nach Futterquellen Ausschau und teilen ergiebige Sammelplätze durch Tänze den anderen Bienen mit. So wird die Nachricht schnell verbreitet und dies trägt dazu bei, dass viele Bienen die gleiche Pflanzenart anfliegen, effektiv Honig sammeln und die Blüten bestäuben.
Ziele des Unterrichts
- Was ist ein Imker?
- Wie sieht ein Bienenstock aus?
- Wer lebt in einem Bienenstock?
- Was sammeln Bienen?
- Für was sammeln Bienen Pollen und Nektar?
- Wie stellen Bienen Honig her?
- Kurze Vorstellung des Bienenjahrs
- Was machen Bienen im Winter?
- Welche Rollen spielen Bienen für unsere Umwelt
Veranstalter
Termine
Dauer:
ca. 90 MinutenTreffpunkt:
Xentrum | XE04 Treffpunkt Baden-Württemberg, Kniebisweg 18, Baiersbronn
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